Archiv der Kategorie 'Musikindustrie'

The day the music died

Samstag, den 7. Februar 2009

Der Todestag von Buddy Holly hat sich diese Woche zum 50. Mal gejährt. Der letzte Rest an verbliebener Kreativität/Musik wird von der Musikindustrie immer noch verbittert bekämpft. Neuste Schlacht: die SUISA gegen VOODOO RHYTHM RECORDS. Vom ehrwürdigen Reverend Beat-Man werden 42′500.- rückwirkend für alle bisherigen Produktionen gefordert (siehe unter anderem die Diskussion beim Bund).

Auf den ersten Blick ein Skandal, auf den zweiten Blick sind Voodoo Rhythm bzw. die Bands schon etwas blauäugig wenn sie die SUISA mit einer Anmeldung beauftragen sich um ihre Uhrheberrechte zu kümmern, dann aber die eigenen Platten nicht korrekt abrechnen. Beat-Man hätte sich da bei der SUISA schriftlich (wie er mittlerweile erkannt hat) eine Ausnahmeregelung bestätigen lassen sollen. Und bei den Bands (ebenfalls schriftlich) die Zusicherung einholen, dass sie nicht bei der SUISA fichiert sind.

Aber was solls, nachher ist man immer schlauer und es zeigt vorallem dass die ganze Urheberrechtssache (zumindest in der jetzigen Form) a) von kaum jemandem (Labels, Bands, …) wirklich kapiert wird und b) dies von den “Verwaltern” dieser Urheberrechte entsprechend ausgenutzt wird.

Mein persönliches Fazit: Hände weg von der SUISA! Vorbeugend sozusagen. Und weil wir alle vom Fehler/Lehrgeld vom Reverend profitieren: T-Shirts und Platten von Voodoo Rhythm kaufen und an die Konzerte gehen!!!! Oder wie der Reverend sagen würde Hallelujah brothers and sisters! Halle-MOTHERFUCKING-lujah!!!

Zitat der Woche

Sonntag, den 28. Oktober 2007

Ich klau jetzt mal die Idee von marsilius und bring hier auch ein Zitat:

Wir brauchen keinen Priester, um zu Gott zu sprechen.Saul Williams

(über heise)

IFPI

Montag, den 15. Oktober 2007

Wofür steht das? Aber klar doch, für International Federation of Pirates Interests.

Sue-pply and demand

Sonntag, den 19. November 2006

Hmmm. Universal verklagt MySpace. Ist ja auch zu dumm. Das geht doch nicht dassAward-w jemand ausserhalb der eigenen Marketingabteilung Werbung für die Universal Künstler macht! Genauso die leidigen Blogger, die MP3s veröffentlichen. Das könnte ja dazu führen, dass Alben verkauft werden.

Jetzt mal ehrlich: seit die versuchen mit den Musikvideos auch noch Geld zu machen ists wirklich nicht mehr normal. Welche Firma verkauft sonst ihre Werbespots? Und kommt mir nicht mit “diese Clips kosten doch sooo viel”. In den meisten sind a) nur hüpfende Bikiniträgerinnen zu sehen und b) kosten auch gute Werbevideos was. Und dann zählt halt die Idee. Aber gegenüber kreativen Leuten hatte die Musikindustrie ja noch nie ein offenes Ohr. Dinge mit viel Geld und Anwälten durchdrücken ist halt einfacher.

Übrigens: Kopierschutzknacken bleibt in der Schweiz erlaubt. Das wäre ja auch noch schöner gewesen. Den Leuten verbieten eine Kopie fürs Auto oder den PC zu machen.

Kunst war gestern

Dienstag, den 22. August 2006

Heute zählt nur noch bares. Die Musikverleger gehen gegen frei zugängliche Noten und Songtexte vor. Mit eingeschlossen sind selbst transkribierte TABs. Dass fotokopierte oder abgeschriebene Notenblätter nicht ok sind ist mir auch klar, aber sowas habe ich noch nie angetroffen. Und die Begründung dass falsche Transkriptionen den Künstlern schaden ist einfach lächerlich. Das wäre genau ein Grund, wieso die Leute dann eventuell doch die Originalnoten kaufen sollten. Hauptsache die Juristen haben Arbeit.