Bond, James Bond
Samstag, den 30. Dezember 2006
Also ich muss sagen, ich bin begeistert. Echt ein guter Bond. Einer der besten. Ich muss wohl die alten wiedermal anschauen um das genauer sagen zu können.
Über Daniel Craig als Bond kann man immer noch streiten. Irgendwie braucht ein so grobschlächtiger Bond wohl Anpassungszeit. Andererseits ists ein Charakterkopf. Schaut euch mal alte Filme aus den 50er, 60er oder 70er Jahren an. Dort hatten viele Schauspieler Gesichter die heute jeden wohlriechenden Casting-Agenten in arge Depressionen stürzen würden. Nicht nur in den Western-Klassikern der grossen Sergios.
Aber zurück zum Film. Weniger völlig durchgeknallte Gadgets als auch schon, weniger stupide Brosnan Szenen (ihr wisst schon, worin er nur seine MP bedient und sein Gefährt im Kreis drehen lässt um alle zu erwischen) und überhaupt weniger vom meisten was die letzten Bonds mit einem schalen Nachgeschmack versah. Dafür mehr Agententricks. Unter anderem Social Engineering und charmante, kaltblütig englische Unverfrorenheit. Auch dabei mehr brutale Szenen. Aber es braucht wohl nicht viel Insiderwissen um das als realistisch zu akzeptieren. Apropos realistisch: klar hats einige unmögliche Szenen. Aber ein Bond Film ohne? Immerhin sind sie, Hut ab, jeweils nur haarschaf an der Wirklichkeit vorbei. Und nicht masslos übertrieben wie im letzten.
Die Bondgirls sind diesmal weniger freizügig aber umso verführerischer. Zwei Wörter: Eva Green.
Oh, ja, Ziz, falls du das liest und den Bond noch nicht gesehen hast: don’t. Sie stirbt. :(

