Sabbath Bloody Sabbath
Montag, den 31. Juli 2006
Ach, ich kanns nicht mehr hören. Noch immer schlagen sich Israelis und der halbe nahe Osten die Köpfe ein. Ob die Grafik [Quelle: From Israel to Lebanon] stimmt oder nicht: die Israelis tun sich mit der Bombardierung von Zivilisten und (von Europa gezahlter) Infrastruktur keinen Gefallen. Je länger ich das Ganze beobachte umso mehr habe ich das Gefühl, dass die Stimmung in Europa immer israelkritischer oder gar israelfeindlicher bzw. anti-israelisch wird.
Die militanten Palästinenser wiederum nutzen das schamlos aus. Wenn wir mal das Henne-Ei Problem wer den Krieg begonnen hat ausser Acht lassen, so ist es halt doch ein Krieg. Jeder Krieg hat Opfer; auch zivile. Und auch die Palästinenser schiessen ihre Raketen in Wohngebiete ab. Das israelische Militär hätte mit ihrer hochtechnologisierten Armee, im Gegenzug zu den Untergrundkämpfern auf der Gegenseite, aber wohl die Möglichkeit das zu einem grossen Teil zu vermeiden. Sicher teurer aber einige westliche Sympathiepunkte wert.
Naja. Was soll ich noch gross dazu sagen. Jetzt ists halt einfach ein grosses, halboffizielles Köpfeeinschlagen. Im kleinen sind wir uns das aus dem Irak, Afghanistan und auch Israel schon längst gewohnt. So traurig das auch ist. Ich (und sicher auch eine ganze Menge anderer Europäer) bin es müde mich darüber aufzuregen und die einen oder anderen zu verurteilen. Bringt ja doch nichts. Leider.
Wer trotzdem auf der einen oder anderen Seite mitdiskutieren möchte kann ja mit Hilfe der israelischen Propaganda-Software die Brennpunkte im Netz ausfindig machen. [Virtuelle Schlacht über das Image von Israel]
Tja. Bleibt mir noch festzustellen dass die grossartigen Songs von Beirut und insbesondere der Albumtitel The Gulag Orkestar
jetzt leider einen bitteren Nachgeschmack bekommen haben. Und das werde ich beiden Parteien nie verzeihen.

