Am letzten Mittwoch war ich an einem Bandcontest im AlpenRock House in Kloten. Zwar freiwillig, aber ich habe meinen Fuss natürlich nur da reingesetzt, weil ich die Sängerin einer der drei Bands kannte.
Das House war ziemlich leer, die Show startete natürlich mit Verspätung und als Teilzeit-Automobilist hatte ich also Zeit mich mit Cola und Mineral zu ruinieren und mich etwas umzusehen. Nichts zu sehen.
Dann endlich die erste Band. Die Jelly Bumps scheinen mit dem eigenen Fanclub angereist zu sein. Die Musiker sind gut, das zeigen auch die Bios: Jazzschule etc. Aber der Sound. Die spielen alle etwas vor sich hin. Eine Band ist das nicht. Und der Sprechgesang gefällt mir auch nicht. Kommen noch die sinnloserweise englischen Ansagen dazu. Arrogant ist alles was mir dazu einfällt.
Nach einer kurzen Pause die zweite Band. Optisch machen die Red Chicks eine gute Figur. Ohne Brille seh ich auf die Distanz bis zur Bühne auch nicht, dass die alle höchstens einsfünfzig gross und 15-jährig sind. Sie treten immerhin schon mehr als Band auf als die vorher und versuchen auch auf der Bühne Präsenz zu markieren. Von Songwriting allerdings haben sie noch nie was gehört. Lauter Songs mit Höhepunkt vor dem Refrain und ansonsten unsichtbarer Struktur. Und vorallem die Leadgitarristin sollte mal etwas mehr üben.
Langsam beginne ich mir Sorgen zu machen um den Abend. Fairchild zeigen aber, dass es auch anders geht. Auch wenn ich nicht so sehr auf 80ies (Hairspray) Rock stehe. Das Songwriting ist ok, die Sängerin kann singen und der Sound stimmt. Etwas schade ist nur, dass die Gitarre etwas untergeht neben der Hammond Orgel. Vorallem da beide meist dieselben Akkorde spielen.
Den Contest gewinnen Fairchild klar (50% der Stimmen). Musikalisch war das klar, beim Zuschauervoting aber nicht wirklich abzusehen. Keine Ahnung ob da die Jury geschummelt hat, das würde auf jeden Fall das AlpenRock House in meiner Achtungshitparade einige Plätze nach oben katapultieren.