Monatsarchiv für Juli 2005

Switzerland ain’t a bad place to be

Sonntag, den 31. Juli 2005

Wenn ich mir das so überlege ist die Schweiz wirklich nicht der schlechteste Aufenthaltsort. Diverse Leute, die ich kenne, sind da einiges mehr gefährdet oder an Orten mit anderweitig unangenehmen Begleitumständen. Der eine Lukas rennt in Tokyo vor den Erdbeben davon, der andere in London vor den Terroristen und der Polizei. Davor haben sich beide in einem schönen Land mit gefährlich komplizierter Sprache aufgehalten. Martin lungert mal eben kurz in Indien rum und ist noch knapp vor dem Jahrtausend-Monsun wieder abgereist. Fabian liegt in der sengenden Sonne Griechenlands und wartet bis die Eisenbahner aufhören zu streiken. Johnny schlägt sich in Soviet Kanuckistan mit Mathematik herum und von den Leuten die sich unter der zitternden Hand von George W. ducken möchte ich hier gar nichts erwähnen.

Da haben wirs hier ja wirklich gut. Abgesehen davon dass einige Spinner schon Tage vor dem ersten August die ersten Knaller aus ihrem 700 Franken teuren Feuerwerks-Portfolio zünden, die Züge Leute transportieren die mit Butterfly-Messern rumfuchteln und Streit suchen und das Wetter immer noch verrückt spielt. Ach ja, das ist mein Vaterland!

Antreten zum Report! (abgeben)

Freitag, den 29. Juli 2005

Jahaa! Die Semesterarbeit ist abgegeben. Falls der Assi nicht Einsprache erhebt und Nachbesserung verlangt (unwahrscheinlich), dann ist das Kapitel Nebenfach damit schon fast erledigt. Im Herbst noch zwei mündliche Prüfungen dazu und dann fehlen nächstes Semester noch genau 12 Kreditpunkte (insgesamt, das Nebenfach ist dann bereits erledigt).

Endlich das schon so lange versprochene lockere Semester!

Das heisst dann auch, dass es auf dieser Page und im Bandraum in nächster Zeit wieder etwas lebhafter zu und her gehen wird. Let the good times Rock & Roll!

Besserwisserboy

Freitag, den 29. Juli 2005

Gestern war ein Scheisstag. Die ganze Zeit Kopfschmerzen und dazu diese Hitze. Und dann noch der Idiot im Zug. Nicht dass es gereicht hätte, dass der Zug schon 8 Minuten zu spät war und natürlich keine Klimaanlage hat. Nein, da war wirklich noch dieser Idiot mit seinen intelligenten Aussprüchen: “Die SBB sollte endlich mal Fenster einbauen, welche man in der Fahrtrichtung nach aussen klappen kann. So würde die Luft in den Zug geschaufelt. Aber dafür müsste man erst mal überlegen.“.

Als (bald diplomierter) Ingenieur kann ich das natürlich nicht so stehen lassen. Der gute Mann hat einige Punkte ausser Acht gelassen: erstens müsste das eine möglichst einfache und vorallem billige Konstruktion sein, was sich sicher nicht gut auf die Lebensdauer in Zügen auswirken würde. Die verdammten Rowdies zerstören ja schon immobiles Interieur. Bewegliche Teile wären da definitiv fehl am Platz.

Zweitens kann ein Zug in beide Richtungen fahren und die Konstruktion würde somit noch diffiziler.

Drittens wäre der Energieverbrauch eines solchen Zugs deutlich höher, da die Aerodynamik zum Kotzen wäre.

Viertens glaube ich nicht dass sich der Typ überlegt hat, wie viel Luft da reingepresst würde und wie schnell. Auch wenn S-Bahnen dauernd halten, über 50 km/h kommen sie locker.

Fünftens würden die Scheiben wohl jedes Mal wenn ein entgegenkommender Zug gekreuzt würde vom Luftdruck zugeschlagen werden. Es sei denn die Konstruktion wäre noch komplexer und damit noch fragiler und unhandlicher zu bedienen.

Aber hey, was erwarte ich von einem Typen, der Frauen in der 35 Grad heissen S-Bahn anspricht und fragt: “Oh ein Glacé, haben Sie auch noch eins für mich dabei?“. Schade hatte sie keinen Eisspray dabei…

Weiter gings dann am Bahnhof Hardbrücke: irgend so ein anderer (oder derselbe?) Vollidiot blieb 5 Minuten auf dem Trittbrett stehen, damit der Zug auch ja nicht abfahren konnte. Zum Glück wars ja nicht so heiss in der Blechbüchse…

This Blog is fucking dead

Montag, den 25. Juli 2005

Nicht wirklich. Aber es ist ein passender Titel als Antwort auf ein freches Mail von L. Z. aus Z. zur Zeit T. vorher P.

Und der erste, der mir den Titel der Platte/des Songs nennt, der den Anstoss für diesen Titel gab kriegt ein Bier spendiert.

Doch keine Bananen-Union

Donnerstag, den 7. Juli 2005

Na also. Das Europaparlament hat die Patentdirektive zurückgewiesen und zwar deutlich. Damit wird einerseits mal klargestellt, dass EU-Kommission und EU-Rat doch nicht einfach machen können was sie wollen und andererseits, dass Europa die einheimischen KMUs unterstützt und nicht die grossen Ami-Firmen.

Wer sich trotzdem noch mit dem Thema befassen will (es bleibt aktuell, wenn auch nicht mehr so akut), dem sei prevalent.de empfohlen.